Zur rechten Zeit
Vor einigen Tagen habe ich mein Studium abgeschlossen.
Ein persönlicher Ort zum Teilen und Innehalten.
Vor einigen Tagen habe ich mein Studium abgeschlossen.
Eine Reise, die begonnen hat im Kleinen.
2025 war kein Jahr der Abkürzungen.
Manche Momente fühlen sich so unwirklich an, dass man sich fragt, ob sie wirklich passiert sind. So ein Moment war die Auszeichnung als **MVP beim STBV World Masters 2026 im Torball**.
Ich war im März 2026 in Tokio beim Global Leadership Camp für sehbehinderte Menschen aus aller Welt.
Zum Goalball kam ich eher zufällig, ich spielte bereits Torball und begleitete das BSSG-Team 2022 zur Italienmeisterschaft. Es kam anscheinend so, wie es kommen musste und plötzlich wurde ich auch als Spielerin gebraucht. Zuvor hatte ich einige Male mit-trainiert, aber nichts Ernstes.
Sport begleitet mich schon lange.
Tokio war die bisher weiteste Reise meines Lebens. Und die erste, die ich komplett alleine angetreten habe. Allein schon das hätte gereicht, um diese Erfahrung besonders zu machen. Aber es war mehr als das.
Ich reise nicht, um möglichst viel abzuhaken.
Ich komme zurück nach Hause, in meine Berge und in meinen Alltag. Und äußerlich ist alles wie vorher. Die gleichen Wege, die gleichen Menschen und die gleichen Aufgaben. Aber ich merke schnell: ich bin nicht mehr ganz dieselbe.
Heimat ist für mich kein großes Wort.
Ich sitze am Flughafen in Shanghai. Am selben Ort wie ein paar Tage zuvor. Und trotzdem ist alles anders.
Nicht alles im Leben lässt sich einordnen.
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